Mehr über Freundschaft mit Seelöwen erfahren |
Link: Therapeutisches Schwimmen mit Seelöwen |
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| Fragen und Antworten rund um die beiden Kalifornischen Seelöwen Otto und Cäsar: Informationen zu Robben (pdf/90KB) Artenportraits (pdf/261KB) Schwimmen mit Seelöwen (pdf/66KB) |
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| Frischer Wind bei Valentinas Seelöwen Seelöwen auf einem ehemaligen Fabrikgelände sträuben sich da nicht jedem Tierschützer die Haare? ASMS OceanCare hat die Seelöwenhaltung von Valentinas Variété in Bülach-Hochfelden unter die Lupe genommen und ist zu erstaunlichen Resultaten gelangt. Vor vier Jahren hat Valentina Pellanda mit ihren zwei kalifornischen Seelöwen ihr Quartier auf einem Parkplatz in Bülach-Hochfelden aufgeschlagen. ASMS OceanCare hatte Gelegenheit, diese ungewöhnliche und umstrittene Tierhaltung in Augenschein zu nehmen, und konnte sich davon überzeugen, dass die Lebensbedingungen der beiden Seelöwen erstaunlich gut sind. So steht den beiden Tieren ein im Vergleich zu anderen Robbenanlagen gut strukturiertes Gehege mit mehreren Bassins, gedeckten und offenen Ruhegelegenheiten und Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung. Auch wenn die verwendeten Materialien auf den ersten Blick für Menschen wenig attraktiv erscheinen mögen, bieten sie den Seelöwen doch einen abwechslungsreichen Lebensraum dies im Unterschied zu anderen Anlagen, wo künstliche Kulissen den Besuchern zwar Ferienatmosphäre vorgaukeln, die Tiere jedoch ihr Leben in reizarmen und monotonen Gehegen und Becken verbringen müssen. Die beiden männlichen Seelöwen sind bereits 16 Jahre alt und sind Nachzuchten aus dem Zoo Gelsenkirchen. Eine Auswilderung dieser Tiere, die von klein auf an Menschen gewöhnt wurden, wäre daher auf keinen Fall sinnvoll. ASMS OceanCare sieht deshalb ihre Aufgabe darin, im Interesse der Tiere konstruktiv und gemeinsam mit den Tierhaltern mögliche Verbesserungen in der Haltung auszuarbeiten. Dabei geht es in erster Linie darum, sich sinnvolle und abwechslungsreiche Beschäftigungsmöglichkeiten für die Seelöwen auszudenken. Bereits hat sich gezeigt, dass die Tiere auch nach vielen Jahren der Handfütterung sofort in der Lage waren, versteckte Fische zu finden. Die Tiere sind weder apathisch noch abgestumpft, sondern zeigen Neugier und Interesse an neuen Gegenständen oder Situationen. Bis vor wenigen Jahren ist Valentina Pellanda mit ihrer Seelöwen-Show in Zirkussen mitgereist, und auch heute absolvieren die beiden Tiere immer wieder Auftritte. ASMS OceanCare kritisiert bekanntlich seit langem Shows, in denen Wildtiere als vermenschlichte Clowns präsentiert werden. Wir setzen uns dafür ein, dass Tiere nicht einfach als Spielzeug oder Mittel zur Unterhaltung betrachtet werden, sondern als eigene Lebewesen respektiert werden. |
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| Das falsche Bild von Seelöwen oder Delphinen, die als Karikaturen menschlicher Verhaltensweisen Küsschen verteilen und anscheinend den Kontakt mit Menschen suchen, wird zunehmend zum Problem. Immer häufiger erwarten falsch informierte Menschen ein solches Verhalten auch von Wildtieren und versuchen mit diesen in möglichst nahen Kontakt zu kommen mit gefährlichen Folgen für beide Seiten. In verschiedenen Gesprächen mit Valentina und ihrem Ehemann René Pellanda haben wir diese Problematik thematisiert und sind bei den Tierhaltern auf grosses Interesse gestossen. Gemeinsam haben wir eine zukunftsweisende Lösung für den Umgang mit Zirkus-Tieren gefunden, die hoffentlich auch andere Tierhalter dazu anregen wird, ihre Shows zu überdenken. So sollen die Seelöwen von Valentina in Zukunft nicht mehr als Clowns oder Showstars präsentiert werden, sondern als Vertreter ihrer Art und ihres Lebensraums. Dazu hat ASMS OceanCare umfangreiches Material zur Verfügung gestellt, das interessierten Besuchern von Valentinas Variété Hintergrundinformationen über Robben, ihren Lebensraum und die vielfältigen Bedrohungen liefert. Die Präsentation der Seelöwen wird neu mit einem längeren Vortrag eingeleitet, der den Zuschauern interessante Einblicke ins Leben der Seelöwen vermittelt. Beim eigentlichen Auftritt der Tiere werden die Notwendigkeit von abwechslungsreichen Beschäftigungsmöglichkeiten und die Bedürfnisse von Wildtieren in Gefangenschaft thematisiert. Fähigkeiten wie das Balancieren von Gegenständen werden in ihrem biologischen Zusammenhang erklärt. Es ist zweifellos ein weiter Weg von der Zirkus-Tiershow bis zur erzieherisch wertvollen Präsentation von Wildtieren. Valentina und René Pellanda verdienen allen Respekt, dass sie diesen grossen Schritt gewagt haben. Erfreulicherweise sind die ersten Reaktionen der Besucher darunter viele Kinder zum neuen Konzept sehr positiv. Der gelungene Start lässt hoffen, dass das Beispiel Schule machen wird. (Aus: OceanCare news - Ausgabe 3, 2004) |
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